Dynamisches DNS mit eigener Domain

Posted on Sa 05 Juli 2014 in Kurztipps

Auch ich nutzte bislang den dynamischen DNS Dienst von noip.com. Microsoft übernahm einige NoIP-Domains und davon war auch ich betroffen. Das ganze war für mich ungünstig, da ich dann ein paar Tage nicht mehr auf meinen Homeserver von außerhalb zugreifen konnte.

Ich musste mir also entweder einen anderen Dienst suchen oder eben was eigenes machen. Ein Arbeitskollege wies mich glücklicherweise darauf hin, dass diverse Domain-Registrare die Möglichkeit anbieten, dynamische (Sub)domains zu konfigurieren. Und siehe da: mein Domain-Registrar namecheap.com bietet diese Möglichkeit an.

Die Konfiguration war denkbar einfach. Zuerst habe ich die DynDNS-Funktion auf meiner Domain freigeschaltet. Anschließend musste noch eine Anwendung her, welches die IP in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Dafür installierte ich das Paket ddclient, da es kompatibel mit Namecheap ist.

In der Konfigurationsdatei unter /etc/ddclient/ddclient.conf musste ich anschließend nur noch folgendes hinzufügen:

use=web
##
## NameCheap (namecheap.com)
##
protocol=namecheap,                             \
server=dynamicdns.park-your-domain.com,         \
login=svij.org,                                 \
password=geheimesPasswortvonNamecheap           \
dyndns

In der Basis-Konfigurationsdatei ist die Rohfassung für die Konfiguration mit Namecheap bereits enthalten. Das notwendige Passwort findet man als Namecheap-Domain-Inhaber in der Web-Konfiguration der eigenen Domain. Ich legte mir also zunächst die Subdomain dyndns an, konfigurierte ddclient wie oben aufgeführt und startete anschließend den Dienst von ddclient. Der Dienst prüft im 5-Minuten-Takt ob sich die IP-Adresse geändert hat und aktualisiert dann gegebenfalls die IP bei Namecheap.

Interessant ist übrigens, dass der Schalter server wirklich die Domain dynamicdns.park-your-domain.com verlangt und eben kein Platzhalter ist.

Fazit

Durch den Einsatz der eigenen Domain für dynamisches DNS, spare ich mir wieder einen externen Dienst. Stattdessen nutze ich einfach den Dienst, den ich sowieso schon besitze. Den Account bei No-IP könnte ich nun löschen.

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